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Rosy Hahn (1888-1969)

Sängerin

Rosy Hahn (geb. Hirsch-Hahn) war eine Frankfurter Sängerin und Gesangspädagogin. Sie erhielt ihre Ausbildung und frühe Prägung in Frankfurt: Sie studierte von 1905 bis 1910 am Dr. Hoch’s Konservatorium, zeitweise gemeinsam mit Paul Hindemith, und wurde dort 1920 als Dozentin für Gesang angestellt. 

Bekannt wurde Rosy Hahn vor allem als Mezzosopranistin und ausdrucksstarke Lied- und Konzertsängerin: Konzertveranstaltungen, wie etwa der Brahms-Abend mit Ilse Bernatz 1931 im Frankfurter Volksbildungsheim, zeugen von ihrer aktiven Mitwirkung am städtischen Musikleben.

Nach ihrer Entlassung am Konservatorium emigrierte sie 1933 in die Niederlande. 1940, nach dem Einmarsch der Deutschen Wehrmacht in die Niederlande und wachsender Bedrohung durch NS-Verfolgung, floh Rosy Hahn weiter nach England. Dieses Muster war typisch für viele jüdische Flüchtlinge aus Deutschland: die Fluchtstation Niederlande 1933-1940 und dann weiter nach Großbritannien unmittelbar im Zusammenhang mit der Besetzung der Niederlande durch Deutschland.

Zu Rosy Hahns Leben in Großbritannien nach der Emigration liegen keine weiteren öffentlich zugänglichen Informationen vor.


Dank ihres Nachlasses (einzusehen in der Universitätsbibliothek Frankfurt), lässt sich eindrucksvoll nachvollziehen, wie Rosy Hahn parallel zu ihrer Lehrtätigkeit am Konservatorium eine erfolgreiche Gesangskarriere verfolgte. Ihre deutschlandweiten Auftritte fanden in der Presse große Anerkennung und wurden auch von anderen Künstlern geschätzt.

Beispiele dafür: die Ankündigung einer Veranstaltung mit Kompositionen von Egon Kornauth, einem Zeitgenossen Hahns, der anwesend war und am nächsten Tag eine Dankesnotiz in eines ihrer Notizbücher schrieb, eine Besprechung über ein Konzert mit Willy Salomon, auch ein jüdischer Dozent, der 1933 gehen musste.


Professionelle Selbstvermarktung 

Rosy Hahn hat regelmäßig Flyer mit Rezensionsauszügen über ihre Konzerte erstellt sowie Broschüren über ihre musikalische Karriere. 

Broschüren aus den Jahren 1913 sowie circa 1933/34 nach ihrer Emigration in die Niederlande und ein Flyer aus dem Jahre 1918:


Rosy Hahn pflegte enge Kontakte in die zeitgenössische Musikszene: Einträge von Hermann Zilcher und Paul Hindemith in ihrem Notizbuch.

Ihre letzte Konzertankündigung vom 9.10.1932, also kurz bevor die Nationalsozialisten die Macht übernommen haben:

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Letzte Konzertankündigung Rosy Hahn
  • Fotografien und Dokumente: Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg Frankfurt am Main

  • Biografie: Dr. Hoch´s Konservatorium

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Dankesnotiz
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Rezension Rosy Hahn